Montag, 1. März 2010

Überarbeitete Szene 15

Hallo zusammen,

da Steffi und ich mit der Szene 15 nicht klar kamen, habe ich diese mal umgeschrieben. Bitte gebt Bescheid, ob sie so ok ist!

August reicht die Kamera an Julie.
August: Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege, so kurz.
Julie: Ich bin bereit.
August: Also los.
Kamera läuft.
Hallo, ihr Lieben. Da bin ich nochmal… Ich… Also… Ich wollte immer ein Teil sein von irgendwas, vom Leben, von einer Geschichte, aber gleichzeitig… Scheiße. Entschuldigt. Ja. Vielleicht gibt es irgendein Wort, das ich gerne gesagt hätte, aber im Moment fällt mir keins ein. Doch. Feigling. Ich bin ein Feigling. Vermutlich. Mein einziger Mut bestand bis heute darin, dass ich mich nicht umgebracht habe. Ich hab immer in der Angst gelebt, vom Unglück überrascht zu werden. Ja. Deshalb komme ich heute meinem Schicksal zuvor und stürze mich da runter, ins Unglück, bevor es mich trifft. Ist vielleicht ein Glück, das Unglück. Ja. Tschüss.
Kamera aus.
Julie: Das war gut.
August: Zeig mal her. Du musst dir vorstellen, du bist deine Eltern und schaust dir das an.
August nimmt die Kamera und spult zurück. Wir sehen und hören das Aufgezeichnete nochmals. Die beiden schauen gebannt auf den kleinen Kontrollmonitor an der Kamera.
Julie: … weil ich euch doch… weil ich euch doch… weil ich… weil… Mach mal aus da…
August: Hallo, ihr Lieben. Da bin ich nochmal… Ich… Also… Ich wollte immer ein Teil sein von irgendwas, vom Leben, von einer Geschichte, aber…
August macht aus.
Julie: Irgendwie doch nicht.
August: Klingt irgendwie superfake. Das kann ich nicht machen. Ich meine, ich leb nicht ein Leben lang auf so ´ner Lüge hin. So was Fakes.
Julie: Da müssen wir nochmal drüber. Und wie ich dabei ausseh´.
August: Das ist normal.
Julie: Wie?
August: Na ja, so gleich nach dem Aufstehen.
Julie: Es ist einfach zu depressiv. Ich seh aus wie irgend so ´n Sektenanhänger. Das möchte ich vermeiden. Dass die meinen, ich war nicht bei Sinnen, oder so. Sag mal, das ist doch Quatsch mit dem Feigling.
August: Na ja…
Julie: Warum erzählst du so was?
August: Um sie zu trösten. Ich dachte, wenn ein Feigling sich umlegt, dann hat das was Tröstliches.
Julie: Willst du denen denn nicht die Wahrheit sagen? Anstatt irgendwas faken? Ich meine, das wär doch jetzt der Moment! Außerdem möchte ich nicht mit einem Feigling gesprungen sein.
August: Ja. Ja. Das war Scheiße.


Grüße,

Kerstin

1 Kommentar:

  1. Liebe Kerstin,

    das ist absolut o.k! Ich bin sicher, dass ihr Euch etwas dabei gedacht habt und freue mich af Eure Version.

    Herzlich,

    Roland

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