Dienstag, 23. Februar 2010

Einladung Theaterstück

Hier die Einladung für unser Theaterstück.

Vielen Dank an Florian König, den Künstler ;-)!

Mein Vorschlag wäre, die Namen von uns irgendwo noch hinzuschreiben, das würde das Ganze ein bisschen persönlicher machen.

Freitag, 19. Februar 2010

Anfang vom Stück

Liebe Freunde,

wie denkt ihr, kann man am besten den Anfang des Stückes gestalten?

Musikeinlage? Computer im Vordergrund? Einen Chat per Beamer auf die Wand werfen?

Macht Vorschläge!

Montag, 15. Februar 2010

Erläuterung - Vorschläge zu unserem Stück

Hallo Freunde,

in meinen folgenden Vorschlägen, beziehe ich mich, um die Stringenz des Stückes nicht zu brechen, auf die Grundregeln der epikureischen Ethik, so wie es der Autor in dem Stück vormacht, siehe Seite 54/55:

"Ich habe ganz lange nicht verstanden, dass es nur einen Weg gibt, um
alles zu haben: nach nichts zu verlangen. Es gibt nur eine Art, alles
zu haben: nach nichts zu verlangen."

Eine Parallelität zu den Hauptlehrsätzen von Epikur ist hier unübersehbar:

"Wenn du Phytokles reich machen willst, vermehre nicht sein Habe, sondern verringere seine Wünsche."

Auf Seite 34 könnte man bei dem Streit der beiden ein prägendes Zitat (ebenfalls Epikur) einbauen, warum Julie keine Angst vor dem Tod hat. Vorschlag unter dem Post "Seite 34 - Angst vor dem Tod".

In Szene 9 würde ich gerne eine Dialog zwischen Julie und August über den Tod und das Leben danach einbauen. Einen etwaige Passage, die ich mir vorstellen könnte, ist in dem Post unter "Szene 9".

Hier beziehe ich mich vom Grundgedanken her, auf ein Buch von Esther Vilar "Die Schrecken des Paradieses".

Zugegeben - die Vorstellung, auf ein Leben nach dem Tod oder auf eine Wiedergeburt als ein neues Wesen verzichten zu müssen, ist im ersten Moment erschreckend.
(Man könnte auch als Kellerassel wiedergeboren werden, das wäre ja dann auch nicht so schön.)

Aber ich denke, das ist eine ernüchternde Erkenntnis der Wissenschaft, der wir zustimmen müssen, denn es spricht nun mal aus wissenschaftlicher Seite sehr viel gegen und nur sehr wenig für ein Leben nach dem Tod.

So hat Sigmund Freud ja schon Zeit seines Lebens auf die fundamentalen Kränkungen hingewiesen, die die Wissenschaft der Menschheit angetan hat.
Wie ernüchternd war z.b. die kopernikanische Kränkung, also die Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist?

Oder die Darwinsche Kränkung, dass wir nur ein zufälliges Produkt der Evolution sind, die Nachkommen anderer Spezien und gleichzeitig auch die Neandertaler von morgen.

Ich denke aber, dass das Einbringen dieses Gedankengutes (Kein Leben nach dem Tod) gut zu dem Stück passt, denn aus fast schon dogmatischen Ansichten (von einem Leben nach dem Tod / Wiedergeburt ) werden zuerst nicht nur Ent-täuschungen sondern schließlich auch Täuschungen.
Dies zieht wieder eine Parallele zu unserem Stück "FAKE".

Und genau bei dieser großen Enttäuschung und Täuschung möchte ich
die Sinndiskussion ansetzen.
Im Großen und Ganzen sollen die Zuschauer des Stückes mitnehmen, dass es keinen Sinn im Leben gibt, aber das ist positiv zu sehen, denn es befähigt uns, ja privilegiert uns sogar, selbst einen Sinn zu schöpfen.

Einen Vorschlag hierzu ist im Anhang, da bin ich mir aber sehr
unsicher, wo man das am besten einbauen könnte. Hier beziehe ich
mich in dem Sinndialog neben Epikur (So sieht Epikur den Sinn in seinem Leben ja in den "Freuden des Geschmacks, Freuden der Liebe, Freuden des Gehörs, Erregungen beim Anblick einer schönen Gestalt"), auch auf ein Werk von Albert Camus (Der Mythos von Sisyphos).
Am meisten Sinn würde es wohl machen, so eine Passage nach dem Dialog über Leben nach dem Tod einzubringen.

Tobi

Vorschlag: Szene 9

Szene 9, August hält Julie an den Füßen, Julie blickt in den Abgrund

Seite 33
….

Julie Irgendwas musst du doch tun.

August Ja

Julie Was glaubst du, passiert danach?

August Wie danach?

Julie Ja wenn wir da unten angekommen sind.

August Naja dann sind wir tot, das wollten wir doch.

Julie Gibt’s dann nen Himmel, der uns verzeiht und uns dann glücklich macht nach
dem Tod?

August Wie? Du hast die Hoffnung, dass du danach glücklich bist, wenn du
gesprungen bist und tot bist?

Julie Ich weiß. Irgendwie Blödsinn.

August Aber ich denke glücklicherweise nicht.

Julie Was denkst du nicht?

August Dass es danach einen Himmel oder eine Hölle gibt.

Julie Irgendwie ne schreckliche Vorstellung.

August Es gibt doch den Spruch „nichts ist schwerer zu ertragen, als ne Reihe von
guten Tagen.“ Und wenn schon ne Reihe von guten Tagen schwer zu ertragen ist,
dann stell dir mal ein Leben in jahrhunderte, jahrtausende, jahrmillionen vor.

Julie Ich würd jeden Tag ne Orgie feiern.

August Irgendwann würdest du flehen, von dem Fluch der Unsterblichkeit erlöst zu
werden.

Vorschlag: Sinn-Dialog

August Denkst du, es macht Sinn, sich umbringen?

Julie Du bist lustig, nichts macht Sinn, in einem sinnleeren Universum.

August Wie meinst du das?

Julie Es ist doch alles vergeblich was man tut.. egal ob Gutes oder Böses...
letztendlich wird es doch sowieso vergessen sein, sogar das Vergessen wird vergessen
sein. Was ist schon „Gut“ und was ist schon „Böse“? Sowieso alles nur fake.

August Und was ist mit den Empfindungen? Lust, Schmerz? Als wir uns gegenseitig
berührt haben... und was ich gespürt habe, war für mich sehr real

Julie Real oder nicht real.. Einen Sinn im Leben gibt es trotzdem nicht.

August Und du glaubst, den Sinn abseits des Lebens im Jenseits zu finden?

Julie Richtig.

August Und wenn wenn wir versuchen, gerade aus dieser Leere im Diesseits einen
Sinn für uns selbst zu schöpfen? Wenn wir Sinn haben wollen, müssen wir in unseren
Sinnen suchen, denn Sinn erwächst aus Sinnlichkeit.

Julie Das ist doch eine Sisyphosarbeit... Du willst aus dem Nichts einen Sinn
schöpfen?

August Vielleicht müssen wir uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen
vorstellen.

Julie Genau.

August Genau.

Vorschlag: Seite 34 - Angst vor dem Tod

Seite 34

Julie Schlafen kannst du, wenn du tot bist, noch genug. Los, wir springen!

August Nein verdammt. Hast du denn gar keine Angst vor dem Tod?

Julie Solange wir da sind, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da
ist, sind wir nicht mehr da. Also scheiss dich nicht so an. Los, wir springen!

Sonntag, 14. Februar 2010